STÄDTISCHE FACHSCHULE FÜR STEINTECHNIK/
MEISTERSCHULE FÜR DAS STEINMETZ-
UND STEINBILDHAUERHANDWERK
  1. Neugestaltung des Portikus der Kirche Santa Maria della Pietá
  2. Der Petersdom
  3. Blick von der Kuppel des Petersdomes auf den Campo Santo Teutonico
  4. Außenmauer des Campo Santo Teutonico
  5. Der Kircheneingang nach der Renovierung in den 70er Jahren
  6. Vorbereitende Arbeiten
  7. Der Entwurf eines Säulenpostamentes im Unterricht
  8. Zeichnerische Darstellung des Wappens der Erzbruderschaft
  9. Aufbau der Ummantelung eines der Säulenpostamente
  10. Arbeiten im Team
  11. Aufbau der Ummantelung eines der Säulenpostamente
  12. Tageszeitung, Münzen und eine Nachricht haben wir eingemauert
  13. Fertiges Säulenpostament mit dem Wappen der Erzbruderschaft zur Schmerzhaften Muttergottes
  14. Fertiges Säulenpostament mit dem Wappen Papst Benedikt XVI

Leonardo Da Vinci Europaprojekt 2010-2012

Neugestaltung des Portikus der Kirche Santa Maria della Pietá am Campo Santo Teutonico.

Im Vatikanstaat liegt der "Campo Santo Teutonico", der Friedhof der Deutschen und Flamen, mit dazugehöriger Kirche, die 1501 erbaut wurde und der schmerzhaften Gottesmutter geweiht ist.

Dem Kirchenportal sind zwei kannelierte Säulen vorgelagert, die das Dach des Portikus tragen. Sie stammen von einem römischen Bau und wurden auf betreiben von Anton de Waal aufgestellt, der von 1878 bis 1917 Rektor des "Campo Santo" war.

Zwischen 1972 und 1975 wurden im Rahmen von Umbauarbeiten beide Säulen einzementiert und verschwanden unter rechteckigen Pfeilern.

Der Vizerektor, Monsignore Stefan Heid, entdeckte die beiden in Vergessenheit geratenen Säulen auf einem Foto von 1959. Theodor Heuss, der erste deutsche Bundespräsident stiftete damals das brozene Eingangsportal für die Kirche. Zu diesem Anlass entstand die Aufnahme.

Er ließ die Säulen freilegen. Aber nun stellte sich das Problem der oberen und unteren Abschlüsse, die so nicht bleiben konnten. Eines war klar: Es musste eine hervorragende, überzeugende Lösung gefunden werden.

Der entscheidende Wink kam von außen: Papst Benedikt XVI. erhob am 14.März 2010 zum Goldenen Priesterjubiläum von Prälat Prof. Erwin Gatz das Pristerkolleg des Campo Santo zum "Päpstlichen" Kolleg, womit das Privileg verbunden ist, das päpstlich Wappen am Haus anbringen zu dürfen. Damit war klar: Die Säulenpostamente mußten so gestaltet werden, daß links das Papstwappen und rechts das Wappen der Erzbruderschaft zur Schmerzhaften Muttergottes zu sehen wären.

Das Projekt verlagerte sich in diesem Moment ganz auf die Münchner Fadchschule. Clemens Sohmen zusammen mit seinen Schülern, die aus ganz Deutschland stammen, wußten ja, um welch prominenten Ort im Schatten des Petersdom es ging, da sie dort schon gearbeitet hatten. Die Schüler machten das Projekt zu "ihrer Sache", entwickelten über Monate hinweg Entwürfe und technische Umsetzungsmöglichkeiten der komplexen Aufgabe.

Im September 2010 brachten Sie praktische eine komplette Werkstatt mit nach Rom und versetzten die teils vorgearbeiteten Werkstücke aus Carrara Marmor mit größter Präzision.

Am Sonntag den 12.September 2010 wurden die Postamente im Rahmen eines Festaktes vom Camerlengo Aldo Parmeggiani enthüllt. Der lange Applaus der Erzbruderschaft, des Kollegs und zahlreicher Gäste wurde durch die Vatkanhymne abgelöst, vorgetragen durch die Kapelle der Päpstlichen Schweizer Garde.

 



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